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bringen es die Neuen niemals weiter als zur Gottesgelahrtheit. Wir
werden spŠter sehen, da§ selbst die neuesten Empšrungen gegen Gott
nichts als die Šu§ersten Anstrengungen der "Gottesgelahrtheit", d. h.
theologische Insurrektionen sind.
€. 1. Der Geist.
Das Geisterreich ist ungeheuer gro§, des Geistigen unendlich viel:
sehen Wir doch zu, was denn der Geist, diese Hinterlassenschaft der
Alten, eigentlich ist.
Aus ihren Geburtswehen ging er hervor, sie selbst aber konnten sich
nicht als Geist aussprechen: sie konnten ihn gebŠren, sprechen mu§te
er selbst. Der "geborene Gott, der Menschensohn" spricht erst das
Wort aus, da§ der Geist, d. h. er, der Gott, es mit nichts Irdischem und
keinem irdischen VerhŠltnisse zu tun habe, sondern lediglich mit dem
Geiste und geistigen VerhŠltnissen.
Ist etwa Mein unter allen SchlŠgen der Welt unvertilgbarer Mut,
Meine Unbeugsamkeit und Mein Trotz, weil ihm die Welt nichts anhat,
schon im vollen Sinne der Geist? So wŠre er ja noch mit der Welt in
Feindschaft, und all sein <38> Tun beschrŠnkte sich darauf, ihr nur
nicht zu unterliegen! Nein, bevor er sich nicht allein mit sich selbst
beschŠftigt, bevor er es nicht mit seiner Welt, der geistigen, allein zu
tun hat, ist er nicht freier Geist, sondern nur der "Geist dieser Welt",
der an sie gefesselte. Der Geist ist freier Geist, d. h. wirklich Geist erst
in einer ihm eigenen Welt; in "dieser ", der irdischen Welt, ist er ein
Fremdling. Nur mittels einer geistigen [30] Welt ist der Geist wirklich
Geist, denn "diese" Welt versteht ihn nicht und wei§ "das MŠdchen
aus der Fremde" nicht bei sich zu behalten.
Woher soll ihm diese geistige Welt aber kommen? Woher anders als
aus ihm selbst! Er mu§ sich offenbaren, und die Worte, die er spricht,
die Offenbarungen, in denen er sich enthŸllt, die sind seine Welt. Wie
ein Phantast nur in den phantastischen Gebilden, die er selber erschafft,
lebt und seine
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Welt hat, wie ein Narr sich seine eigene Traumwelt erzeugt, ohne
welche er eben kein Narr zu sein vermšchte, so mu§ der Geist sich
seine Geisterwelt erschaffen, und ist, bevor er sie erschafft, nicht Geist.
Also seine Schšpfungen machen ihn zum Geist, und an den
Geschšpfen erkennt man ihn, den Schšpfer: in ihnen lebt er, sie sind
seine Welt.
Was ist nun der Geist? Er ist der Schšpfer einer geistigen Welt! Auch
an Dir und Mir erkennt man erst Geist an, wenn man sieht, da§ Wir
Geistiges Uns angeeignet haben, d. h. Gedanken, mšgen sie Uns auch
vorgefŸhrt worden sein, doch in Uns zum Leben gebracht haben; denn
solange Wir Kinder waren, hŠtte man Uns die erbaulichsten Gedanken
vorlegen kšnnen, ohne da§ Wir gewollt oder im Stande gewesen
wŠren, sie in Uns wiederzuerzeugen. So ist auch der <39> Geist nur,
wenn er Geistiges schafft: er ist nur mit dem Geistigen, seinem
Geschšpfe, zusammen wirklich.
Da Wir ihn denn an seinen Werken erkennen, so fragt sich 's, welches
diese Werke seien. Die Werke oder Kinder des Geistes sind aber nichts
anderes als Ð Geister.
HŠtte Ich Juden, Juden von echtem Schrot und Korn vor Mir, so mŸ§te
Ich hier aufhšren und sie vor diesem Mysterium stehen lassen, wie sie
seit beinahe zweitausend Jahren unglŠubig und erkenntnislos davor
stehen geblieben sind. Da Du aber, mein lieber Leser, wenigstens kein
Vollblutsjude bist, Ð denn ein solcher wird sich nicht bis hierher verir-
ren Ð so wollen Wir noch eine Strecke Weges miteinander [31]
machen, bis auch Du vielleicht Mir den RŸcken kehrst, weil Ich Dir ins
Gesicht lache.
Sagte Dir Jemand, Du seiest ganz Geist, so wŸrdest Du an Deinen
Leib fassen und ihm nicht glauben, sondern antworten: Ich habe wohl
Geist, existiere aber nicht blo§ als Geist, sondern bin ein leibhaftiger
Mensch. Du wŸrdest Dich noch immer von "Deinem Geiste"
unterscheiden. Aber, erwidert jener, es ist Deine Bestimmung, wenn
Du auch jetzt