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selber und opfert er sich nicht stündlich für die Seinen? Ja wohl, für
"die Seinen". Versuch ' es einmal und zeige Dich nicht als der Seine,
sondern als der Deine: Du wirst dafür, daß Du seinem Egoismus Dich
entzogst, in den Kerker wandern. Der [5] Sultan hat seine Sache auf
Nichts, als auf sich gestellt: er ist sich Alles in Allem, ist sich der
einzige und duldet keinen, der es wagte, nicht einer der "Seinen " zu
sein.
Und an diesen glänzenden Beispielen wollt Ihr nicht lernen, daß der
Egoist am besten fährt? Ich Meinesteils nehme Mir eine Lehre daran
und will, statt jenen großen Egoisten ferner uneigennützig zu dienen,
lieber selber der Egoist sein.
Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf
nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache gleichfalls auf Mich,
der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein
Alles, der Ich der Einzige bin.
<8> Hat Gott, hat die Menschheit, wie Ihr versichert, Gehalt genug in
sich, um sich Alles in Allem zu sein: so spüre Ich, daß es Mir noch weit
weniger daran fehlen wird, und daß Ich über meine "Leerheit" keine
Klage zu führen haben werde. Ich bin [nicht] Nichts im Sinne der
Leerheit, sondern das schöpferische Nichts, das Nichts, aus welchem
Ich selbst als Schöpfer Alles schaffe.
Fort denn mit jeder Sache, die nicht ganz und gar Meine Sache ist! Ihr
meint, Meine Sache müsse wenigstens die "gute Sache" sein? Was
gut, was böse! Ich bin ja selber Meine Sache, und Ich bin weder gut
noch böse. Beides hat für Mich keinen Sinn.
Das Göttliche ist Gottes Sache, das Menschliche Sache "des
Menschen". Meine Sache ist weder das Göttliche noch das
Menschliche, ist nicht das Wahre, Gute, Rechte, Freie usw., sondern
allein das Meinige, und sie ist keine allgemeine, sondern ist ­ einzig,
wie Ich einzig bin.
Mir geht nichts über Mich!
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ERSTE ABTEILUNG
Der Mensch