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<11> (16)
Der Mensch ist dem Menschen das höchste Wesen, sagt
Feuerbach
.
Der Mensch ist nun erst gefunden, sagt
Bruno Bauer
.
Sehen Wir Uns denn dieses höchste Wesen und diesen neuen Fund
genauer an.
<13> (17) [9]
I.
Ein Menschenleben
Von dem Augenblicke an, wo er das Licht der Welt erblickt, sucht ein
Mensch aus ihrem Wirrwarr, in welchem auch er mit allem Andern
bunt durcheinander herumgewürfelt wird, sich herauszufinden und sich
zu gewinnen.
Doch wehrt sich wiederum Alles, was mit dem Kinde in Berührung
kommt, gegen dessen Eingriffe und behauptet sein eigenes Bestehen.
Mithin ist, weil Jegliches auf sich hält, und zugleich mit Anderem in
stete Kollision gerät, der Kampf der Selbstbehauptung unvermeidlich.
Siegen oder Unterliegen, ­ zwischen beiden Wechselfällen schwankt
das Kampfgeschick. Der Sieger wird der Herr, der Unterliegende der
Untertan: jener übt die Hoheit und "Hoheitsrechte", dieser erfüllt in
Ehrfurcht und Respekt die "Untertanenpflichten".
Aber Feinde bleiben beide und liegen immer auf der Lauer: sie lauern
einer auf die Schwäche des andern, Kinder <14> auf die der Eltern, und
Eltern auf die der Kinder (z. B. ihre Furcht), der Stock überwindet
entweder den Menschen oder der Mensch überwindet den Stock.
Im Kindheitsalter nimmt die Befreiung den Verlauf, daß Wir auf den
Grund der Dinge oder "hinter die Dinge" zu kommen suchen: daher
lauschen Wir Allen ihre Schwächen ab, wofür bekanntlich Kinder
einen sichern Instinkt haben, daher zerbrechen Wir gerne, durchstöbern
gern verborgene Winkel, spähen nach dem Verhüllten und Entzogenen,
und ver