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Papst usw., so war gleich eine siebenfach höhere wieder über ihm, z.
B. der Glaube an der Stelle des Gesetzes, die Umwandlung aller Laien
in Geistliche an Stelle des beschränkten Clerus usw. Es ging ihm wie
dem Besessenen, in [86] den sieben Teufel fuhren, als er von dem
einen sich befreit zu haben glaubte.
In der oben angeführten Stelle wird der Bürgerklasse alle Idealität
usw. abgesprochen. Sie machinierte allerdings gegen die ideale
Konsequenz, mit welcher
Robespierre
das Prinzip ausführen wollte.
Der Instinkt ihres Interesses sagte ihr, daß diese Konsequenz mit dem,
wonach ihr der Sinn stände, zu wenig harmoniere, und daß es gegen
sich selbst handeln hieße, wollte sie der prinzipiellen Begeisterung
Vorschub leisten. Sollte sie etwa sich so uneigennützig benehmen, alle
ihre Zwecke fahren zu lassen, um eine herbe Theorie zum Triumphe zu
führen? Es sagt das freilich den Pfaffen trefflich zu, wenn die Leute
ihrem Aufrufe Gehör geben: "Wirf alles von Dir und folge mir nach,"
oder: "Verkaufe alles, was Du hast, und gib es den Armen, so wirst Du
einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach."*
Einige entschiedene Idealisten gehorchen diesem Rufe; die Meisten
hingegen handeln wie
Ananias
und
Sapphira
, indem sie halb pfäffisch
oder religiös und halb weltlich sich betragen, Gott und dem Mammon
dienen.
<105> Ich verdenke es der Bürgerklasse nicht, daß sie sich durch
Robespierre
nicht um ihre Zwecke bringen lassen mochte, d. h. daß sie
bei ihrem Egoismus anfragte, wie weit sie den revolutionären Idee
Raum geben dürfe. Aber denen könnte man 's verdenken (wenn
überhaupt ein Verdenken hier angebracht wäre), die durch die
Interessen der Bürgerklasse sich um ihre eigenen bringen ließen. Indes
werden sie sich nicht über kurz oder lang gleichfalls auf ihren Vorteil
verstehen lernen?
August Becker
sagt: "Die Produzenten (Proletarier)
zu
(97)
gewinnen, genügt eine Negation der hergebrachten Rechtsbegriffe
keineswegs. Die Leute kümmern sich leider wenig um den
theoretischen Sieg der Idee. Man muß ihnen ad oculos* demonstrieren,
wie dieser Sieg praktisch fürs Leben benutzt werden könne."
20
Und S.
32: "Ihr müßt [87] die Leute bei ihren wirklichen Interessen anpacken,
wenn Ihr auf sie wirken wollt." Gleich darauf zeigt er, wie unter
unsern Bauern schon eine recht artige Sittenlosigkeit um sich greift,
weil sie ihr wirkliches Interesse lieber verfolgen, als die Gebote der
Sittlichkeit.
Weil die revolutionären Pfaffen oder Schulmeister dem Menschen
dienten, darum schnitten sie den Menschen die Hälse ab. Die
revolutionären Laien oder Profanen trugen nicht etwa eine größere
Scheu vor dem Halsabschneiden, waren aber weniger um die
Menschenrechte, d. h. die Rechte des Menschen besorgt, als um die
ihrigen.
Wie kommt es indessen, daß der Egoismus derer, welche das
persönliche Interesse behaupten und bei ihm alle Zeit anfragen,
dennoch
immer
wieder
einem
pfäffischen
oder
schulmei<106>sterlichen, d. h. einem idealen Interesse unterliegt? Ihre
Person kommt ihnen selbst zu klein, zu unbedeutend vor, und ist es in
der Tat auch, um Alles in Anspruch zu nehmen und sich vollständig
durchsetzen zu können. Ein sicheres Zeichen dafür liegt darin, daß sie
sich selbst in zwei Personen, eine ewige und eine zeitliche, zerteilen,
und jedesmal nur entweder für die eine oder für die andere sorgen, am
Sonntage für die ewige, am Werkeltage für die zeitliche, im Gebet für
jene, in der Arbeit für diese. Sie haben den Pfaffen in sich, darum
werden sie ihn nicht los, und hören sich sonntäglich in ihrem Innern
abgekanzelt.
Wie haben die Menschen gerungen und gerechnet, um diese
dualistischen Wesen zu ermitteln. Idee folgte auf Idee, Prinzip auf
Prinzip, System auf System, und keines wußte den Widerspruch des
"weltlichen " Menschen, des sogenannten "Egoisten" auf die Dauer
niederzuhalten. Beweist dies nicht, daß alle jene Ideen zu ohnmächtig
waren, Meinen