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es alles Menschliche der Konkurrenz Ÿbergebe, den Einzelnen aber zu
jeglichem Menschlichen berechtige. "Es darf Jeder nach Allem
streben!"
Der soziale Liberalismus findet, da§ die Sache mit dem "DŸrfen "
nicht abgetan sei, weil dŸrfen nur hei§t, es ist [135] Keinem verboten,
aber nicht, es ist Jedem mšglich gemacht. Er behauptet daher, das
BŸrgertum sei nur mit dem Munde und in Worten liberal, in der Tat
hšchst illiberal. Er seinerseits will Uns allen die Mittel geben, an Uns
arbeiten zu kšnnen.
Durch das Prinzip der Arbeit wird allerdings das des GlŸckes oder der
Konkurrenz Ÿberboten. Zugleich aber hŠlt sich der Arbeiter in seinem
Bewu§tsein, da§ das Wesentliche an ihm "der Arbeiter" sei, vom
Egoismus fern und unterwirft sich der Oberhoheit einer
Arbeitergesellschaft, wie der BŸrger mit Hingebung am Konkurrenz-
Staate hing. Der schšne Traum von einer "Sozialpflicht" wird noch
fortgetrŠumt. Man meint wieder, die Gesellschaft gebe, was Wir
brauchen, und Wir seien ihr deshalb verpflichtet, seien ihr alles
schuldig.
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Man bleibt dabei, einem "hšchsten Geber alles Guten"
die<163>nen zu wollen. Da§ die Gesellschaft gar kein Ich ist, das
geben, verleihen oder gewŠhren kšnnte, sondern ein Instrument oder
Mittel, aus dem Wir Nutzen ziehen mšgen, da§ Wir keine
gesellschaftlichen Pflichten, sondern lediglich Interessen haben, zu
deren Verfolgung Uns die Gesellschaft dienen mŸsse, da§ Wir der
Gesellschaft kein Opfer schuldig sind, sondern, opfern Wir etwas, es
Uns opfern: daran denken die Sozialen nicht, weil sie Ð als Liberale Ð
im religišsen Prinzip gefangen sitzen und eifrig trachten nach einer,
wie es der Staat bisher war, Ð heiligen Gesellschaft!
Die Gesellschaft, von der Wir alles haben, ist eine neue
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Herrin, ein neuer Spuk, ein neues "hšchstes Wesen", das Uns "in
Dienst und Pflicht nimmt!"
Die nŠhere WŸrdigung des politischen sowohl als des sozialen
Liberalismus kann ihre Stelle erst weiter unten finden. Wir gehen fŸr
jetzt dazu Ÿber, sie vor den Richterstuhl des humanen oder kritischen
Liberalismus zu stellen.
[136]
¤. 3. Der humane Liberalismus
Da in dem sich kritisierenden, dem "kritischen" Liberalismus, wobei
der Kritiker ein Liberaler bleibt und Ÿber das Prinzip des Liberalismus,
den Menschen, nicht hinausgeht, der Liberalismus sich vollendet, so
mag er vorzugsweise nach dem Menschen benannt werden und der
"humane" hei§en.
Der Arbeiter gilt fŸr den materiellsten und egoistischsten Menschen.
Er leistet fŸr die Menschheit gar nichts, tut alles fŸr sich, zu seiner
Wohlfahrt.
Das BŸrgertum hat, weil es den Menschen nur seiner Geburt nach fŸr
frei ausgab, ihn im †brigen in den <164> Klauen des Unmenschen
(Egoisten) lassen mŸssen. Daher hat der Egoismus unter dem Regiment
des politischen Liberalismus ein ungeheures Feld zu freier Benutzung.
Wie der BŸrger den Staat, so wird der Arbeiter die Gesellschaft
benutzen fŸr seine egoistischen Zwecke. Du hast doch nur einen
egoistischen Zweck, deine Wohlfahrt! wirft der Humane dem Sozialen
vor. Fasse ein rein menschliches Interesse, dann will Ich dein GefŠhrte
sein. "Dazu gehšrt aber ein stŠrkeres, ein umfassenderes, als ein
Arbeiterbewu§tsein." "Der Arbeiter macht Nichts, drum hat er Nichts:
er macht aber Nichts, weil seine Arbeit stets eine einzeln bleibende, auf
sein eigenstes BedŸrfnis berechnete, tŠgliche ist."
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Man kann sich
dem entgegen etwa Folgendes denken: die Arbeit
Gutenberg
s blieb
nicht einzeln, son