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so erscheint der Diener als Untertan wieder, da der Besitz zum
Eigentum der Gesellschaft wird, so erzeugt sich die Sorge von neuem
als Arbeit, und da der Gott als Mensch zum Vorurteil wird, so ersteht
ein neuer Glaube, der Glaube an die Menschheit oder Freiheit. Für den
Gott des Einzelnen ist nun der Gott Aller, nämlich "der Mensch"
erhöht worden: "es ist ja Unser Aller Höchstes, Mensch zu sein." Da
aber Niemand ganz das werden kann, was die [159] Idee "Mensch "
besagt, so bleibt der Mensch dem Einzelnen ein erhabenes Jenseits, ein
unerreichtes höchstes Wesen, ein Gott. Zugleich aber ist dies der
"wahre Gott", weil er Uns völlig adäquat, nämlich unser eigenes
" Selbst" ist: Wir selbst, aber von Uns getrennt und über Uns erhaben.
ANMERKUNG
Vorstehende Beurteilung der "freien menschlichen Kritik" war, wie
auch dasjenige, was anderwärts noch sich auf Schriften dieser Richtung
bezieht, unmittelbar nach dem Erscheinen <191> der betreffenden
Bücher bruchstückweise niedergeschrieben worden, und Ich tat wenig
mehr, als daß Ich die Fragmente zusammentrug. Die Kritik dringt aber
rastlos vorwärts und macht es dadurch notwendig, daß Ich jetzt,
nachdem mein Buch zu Ende geschrieben ist, noch einmal auf sie
zurückkommen und diese Schlußanmerkung einschieben muß.
Ich habe das neueste, das achte Heft der Allgemeinen Literaturzeitung
von
Bruno Bauer
vor Mir.
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Obenan stehen da wieder "die allgemeinen Interessen der
Gesellschaft". Allein die Kritik hat sich besonnen und dieser
"Gesellschaft" eine Bestimmung gegeben, wodurch sie von einer
vorher damit noch verwechselten Form abgesondert wird: der "Staat ",
in früheren Stellen noch als "freier Staat" gefeiert, wird völlig
aufgegeben, weil er in keiner Weise die Aufgabe der "menschlichen
Gesellschaft" erfüllen kann. Die
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Kritik hat nur 1842 sich "gezwungen gesehen, für einen Augenblick
das menschliche und das politische Wesen zu identifizieren"; jetzt aber
hat sie gefunden, daß der [160] Staat, selbst als "freier Staat" nicht die
menschliche Gesellschaft, oder, wie sie ebenfalls sagen könnte, daß das
Volk nicht "der Mensch" ist. Wir sahen, wie sie mit der Theologie
fertig wurde und klar bewies, daß vor dem Menschen der Gott
zusammensinkt; Wir sehen sie nun in derselben Weise mit der Politik
ins Reine kommen und zeigen, daß vor dem Menschen die Völker und
Nationalitäten fallen: Wir sehen also, wie sie mit Kirche und Staat sich
auseinandersetzt, indem sie beide für unmenschlich erklärt, und Wir
werden es sehen denn sie verrät es Uns bereits , wie sie auch den
Beweis zu führen vermag, daß vor dem Menschen die "Masse", die
sie sogar selbst ein "geistiges Wesen" nennt, wertlos erscheint. Wie
sollten sich auch vor dem <192> höchsten Geiste die kleineren
"geistigen Wesen" halten können! "Der Mensch" wirft die falschen
Götzen nieder.
Was der Kritiker also für jetzt beabsichtigt, das ist die Betrachtung der
"Masse", die er vor "den Menschen" hinstellen wird, um sie von
diesem aus zu bekämpfen. "Was ist jetzt der Gegenstand der Kritik?"
"Die Masse, ein geistiges Wesen!" Sie wird der Kritiker "kennen
lernen" und finden, daß sie mit dem Menschen in Widerspruch stehe,
es wird dartun, daß sie unmenschlich sei, und dieser Beweis wird ihm
eben so wohl gelingen, als die früheren, daß das Göttliche und das
Nationale, oder das Kirchliche und Staatliche, das Unmenschliche sei.
Die Masse wird definiert als "das bedeutendste Erzeugnis der
Revolution, als die getäuschte Menge, welche die Illusionen der
politischen Aufklärung, überhaupt der ganzen Aufklärung des
achtzehnten Jahrhunderts einer grenzenlosen Verstimmung übergeben
haben". Die Revolution befriedigte durch ihr Resultat die Einen und
ließ Andere unbefriedigt; der befriedigte Teil ist das Bürgertum
(Bourgeoisie, Philister usw.), der